Hallo, ich bin Traudel!

oder heiße ich Chosi?

Chosi Hund Kopf Hund im Körbchen
Traudel Hund Traudel Hund Traudel Hund Hier zwei Bilder um eine Größenvorstellung zu bekommen. Traudel wiegt ca. 16 kg und so kann ich sie leicht auf den Arm nehmen. Das läßt sie sich auch ohne probleme gefallen.

Ich wurde in der Slowakei im Oktober 2015 geboren als Chosi. In den letzten Monaten lebte ich im Tierheim Delitsch, bei Leipzig. Dort wurde ich von meinem jetzigen Herrchen im Oktober 2016 'gefunden'. Na gut, er hat zugegeben, dass er im Tierheim angerufen hatte und seine Wünsche äußerte. Diese waren wohl: jung, maximal 18kg, weiblich und lieb. Nun, das passte und so wurde ich als idealer Begleiter für mein Herrchen vorgeschlagen.

Dientag, 11.10.
Am 11. Oktober 2016 sahen wir uns das erste Mal und machten gleich mal eine kleine Runde. Mich interessierten die Vögel, Pflanzen und die vielen Gerüche viel mehr wie dieser Mensch. Es gibt ja so viel zu schnuppern und zu sehen. Und dann kamen noch andere Hunde vorbei - da musste ich dann auch mal etwas sagen (wau).
Als wir wieder zurück kamen war irgendwas komisch, die Menschen diskutierten und ich wurde wieder in den Zwinger gebracht.

Später erzählte mir mein Herrchen was los war: Er wollte mich gleich mitnehmen, zu sich nach Hause! Er hatte vor mir schon 2 Hunde und die eine kam aus dem Tierheim Dresden, die konnte er sofort mitnehmen. Nun ja, mit mir ging das aber nicht. Ich musste erst noch zum Tierarzt wegen ordentlichen Papieren und dann musste mein Herrchen noch überprüft werden, dazu gab er eine Selbstauskunft ab, die aus ganz vielen Fragen bestand, alles damit es mir auch wirklich gut gehen würde... und dann wollte jemand vom Tierheim nachsehen wie es bei meinem zukünftigen Herrchen aussieht. Also wurde Papier ausgefüllt und Termine vereinbart.

Sonntag, 23.10.
Am 23.10., einem Sonntag, war es dann soweit: Ich fuhr nach Dresden. Die Fahrt hat mir gar nicht gefallen, mir wurde richtig übel und mein Frühstück war wieder da - hoffentlich muss ich nicht so oft mit einem Auto fahren. Meinem Begleiter, der Hund von der Frau S vom Tierschutzverein, ging es die ganze Zeit gut.
Dann waren wir da und es ging in ein großes Haus, was war das denn, lauter Blöcke, die aneinander gereiht waren. Schon wieder etwas Neues. Treppen heißen diese Dinger. Dann in eine Wohnung, ok, alles anschauen und beschnüffeln. Was da alles an komischen Dingen rumsteht. Die Menschen haben gequasselt und wir Hunde haben uns umgesehen. Ah, eine Schale mit Wasser - mal kosten...
Dann war Frau S und mein Begleiter verschwunden. Ich war mit meinem Herrchen allein. Erst mal ausruhen, so eine Aufregung. Irgendwann nahm Herrchen die Leine und das Geschirr und zog mich an, Hura - es geht raus. Wieder diese Treppe, nach unten geht's besser. Und dann sind wir gelaufen, na Herrchen war ganz schön langsam aber auf der Straße liefen andere Menschen (Stadtmarathon Dresden) die wollte ich alle fangen aber Herrchen ließ mich einfach nicht. Und überall so viel zu sehen und zu riechen. Als wir wieder zu Hause ankamen war diese Treppe schon kein Problem mehr und oben gab's dann auch etwas zu fressen. Nun war erst einmal Ruhe! Dieser Pelz den sich die Menschen in die Wohnung legen ist doch bequemer wie der Zwinger. Nun ging es schon wieder raus aber nicht so weit weil ein Peter Fotos von mir machen wollte. Die Menschen sind kompliziert - dann eben lächeln.
Als wir zurück waren gab es kaum noch was Aufregendes, aus so einem komischen großen rechteckigen Kasten kamen Stimmen und ein komisches Bild, das war aber nicht so interessant und ich merkte schnell, dass Herrchen doch ab und zu davor lange zubringt, stört aber nicht weiter. Als es dunkel wurde gingen wir noch einmal raus und danach wurde ich müde und suchte mir in der Nähe vom Herrchen einen gemütlichen Platz.

Montag, 24.10.
Als ich so richtig wach wurde war es schon hell. Ich lief in der Wohnung umher - es war alles wie am Vortag, nur in dem kleinen Raum war neben meinem Wasser ein weiterer Napf aufgetaucht und darin war recht gut schmeckendes Futter, ich schlang alles ganz schnell in mich, nicht dass da noch wer kommt und etwas abhaben möchte...
Herrchen zog mich an und dann gig's los. So viele Autos und Radfahrer die alle von mir gefangen werden wollten, dann eine große, neue Brücke - ganz schön hoch - da wollte ich nicht zu dicht an den Rand. Aber da waren ja noch mehr Autos und Radfahrer, jagen, hetzen - toll, wenn da die Leine nicht wäre und Herrchen mich immer festhalten würde. Ziehen, zerren, hetzen. Das war eine lange Straße (Fetzscherstrasse, Waldschlößchenbrücke, Staufenbergallee bis St. Martin) Herrchen hat dies nicht gefallen, hätte doch mit jagen können???
Dann ging es an ein paar Wiesen vorbei und irgendwann in ein großes Haus. Er sagte, dass dies die Arbeitsstelle sei und ich nun den Tag über hier bleiben würde. Ok, mal umschauen, ganz viele Räume und ein paar Menschen. Wieder so ein kleiner Raum wo bereits Wasser für mich stand. Das Personal scheint zu funktionieren. Ich beschnüffelte noch Alles und wurde dann müde, nach der Jagd ja auch kein Wunder und hier ist alles recht ruhig. Ich machte es mir in dem Raum vom Herrchen bequem und schlief erst mal. Im Futternapf fand ich mittags nur so trockne Ringe, die schmeckten aber ich musste ganz schön kauen. Dann konnte ich mir endlich die Umgebung ansehen, Da war ein Bach (Prisnitz), viele Bäume, wieder eine Brücke und eine ganz lange Treppe, aber so etwas kenne ich ja schon.
Als wir am Nachmittag 'mal vor die Tür' gehen wollten regnete es ständig. Regen gefällt mir nicht, nass und kalt, nee das ist nichts für mich. Abends sollte ich dann in so einen komischen Kasten rein, ich wollte nicht und plötzlich war ich drin - Herrchen hat mich einfach reingehoben. Schon wieder so ein Auto. Es dauerte aber nicht lange und wir waren beim Haus von Herrchen und ich wollte nur schnell ins Trockene.
Da hatte ich mich aber stark getäuscht. Kaum waren wir in der Wohnung nahm mich mein Mensch hoch und trug mich in ein kleines Zimmer in dem so ein großes ovales Ding stand, setzte mich da rein und plötzlich kam starker aber warmer Regen aus so einem knochenähnlichem Ding. Ich wollte flüchten, ging aber nicht weil Herrchen mich fest hielt. Und dann kam noch Schaum und Duft dazu. Hoffentlich nicht auch noch der Kopf! Glück gehabt, ich kam in ein großes Tuch und wurde abgerubbelt. Kräftig schütteln, etwas rumtoben und ich wurde trocken. Ja, ich gebe zu, mein Fell ist recht kurz und pflegeleicht, was mir da einige meiner Artgenossen im Tierheim erzählten... Nun musste ich mich erst mal hinlegen.
Später, als es nicht mehr regnete, ging es dann in eine Kneipe, lauter nette Menschen und alle schienen mich zu bewundern. Da hat es mir recht gut gefallen, die Kacheln waren auch warm und ich bin sogar mal kurz eingeschlafen. In dieser Runde wurde über meinen Namen diskutiert. &Chosi& gefiel den meisten nicht so sehr und so kam z.B. &Traudel& ins Gespräch. Mir ist das ehrlich gesagt egal. Als wir dann wieder zu Hause waren, habe ich mich ganz schnell in meine Ecke verzogen, das war ein aufregender Tag - was mag morgen alles geschehen?

Dienstag, 25.10.
Letzte Nacht habe ich recht gut geschlafen und als ich aufstand war mein Futternapf wieder gefüllt. Also schnell alles in den Bauch, ich glaube ja nicht mehr, dass sich jemand über mein Futter hermacht aber Sicher ist Sicher. Und dann ging es schon wieder los, nur gingen wir in die andere Richtung. (Blasewitzer Straße - Sachsenallee, Albertbrücke, Rothenburger Straße, Alaunplatz) Auf diesem Weg war wieder eine Brücke mit ganz viel Verkehr. Da konnte ich runter gucken und das war doch sehr hoch. Ich versuchte deshalb weit weg vom Rand zu laufen wo aber schon diese Radfahrer und Autos waren. Jagen! Nach der Brücke wurde es etwas ruhiger, gab aber immer noch viel zu fangen. Im Park vor dem Bürohaus waren andere Hund, ich habe ganz laut gerufen aber die sind nicht zu mir gekommen. Irgendwie scheint Herrchen das nicht zu gefallen aber ich muss denen doch sagen, dass ich da bin! Im Büro wurde ich von Allen wieder ganz lieb begrüßt. Natürlich musste ich mich nun erst einmal ausruhen,
Dort im Büro scheint es immer gleich abzulaufen. Komische Kästen klingeln, die Menschen reden viel und starren ansonsten auf viereckige Dinger und hauen mit ihren Pfoten auf andere Bretter. Ganz schön langweilig sage ich Euch. Gegen Mittag läuft Herrchen dann mit mir draußen herum und ich kann die Gegend beschnüffeln. Dann gibt es wieder etwas zu fressen, aber das schmeckt nicht ganz so gut. Dann hatte Herrchen auf einmal einen Ball in der Hand. Den wollte ich unbedingt haben aber er warf ihn den langen Gang entlang. Ich natürlich hinterher und wieder zu Herrchen zurück, das machte Spaß. Dann wollte Herrchen den Ball haben aber nur um ihn wieder wegzuwerfen. Ok, ich wieder hinterher. Keine Ahnung wie oft das so ging und glaubt mir: Es ist gar nicht so einfach den Ball zu kriegen.
Abends ging es dann den gleichen Weg wie früh zurück. Ich habe ein leuchtendes Halsband! Es wurde schon dunkel und es gab so viele Lichter, Menschen und Aufregung. Ich wusste wieder nicht wo ich überall hinsehen sollte und knallte einmal gegen so ein Brett mit Werbung das auf dem Gehweg stand und einmal hatte ich meine Pfote unter Herrchens Fuß - das tat weh und Herrchen schimpfte auch noch. Na ja, irgendwann kamen wir dann zu Hause an und ich ruhte mich vom anstrengenden Weg aus. Später schauten wir uns dann noch den Innenbereich an wo wir wohnen. Da gab's auch viel zu schnüffeln aber es war leider keiner so richtig unterwegs.
Nachts hatte ich es mir bisher immer am Fußende von Herrchens Bett auf dem Boden gemütlich gemacht. An diesen Platz stellte Herrchen nun ein Körbchen, welches mit Deckcen ausgepolstert ist. Das stand bisher in einer Ecke und ich hatte es kaum beachtet. Sollte ich dort etwa rein? Ich traute mich nicht. Da nahm Herrchen mich einfach hoch und setzte mich in dieses Körbchen. Mein eigenes Bett! Das gebe ich nicht mehr her und es schlief sich herrlich!

MIttwoch, 26.10.
Nach der morgendlichen Routine gingen wir wie gestern los. Aber schon nach kurzer Zeit überquerten wir die große Straße und stellten uns zu ein paar anderen Menschen. Was soll das wieder? Dann kam eines dieser großen, gelben Ungeheuer und machte seine vielen Mäuler auf. Nein! das frisst ja aAle auf und ich soll da rein? Nein, nein! Herrchen nahm mich einfach hoch und legte mich in dieses Wesen, welches sich mit Zittern und Rattern in Bewegung setzte. Ich machte mich ganz klein. Kurze Zeit später hielt das Ding und die Mäuler gingen wieder auf, man konnte nach draußen sehen. Obwohl, als sich die Mäuler wieder schlossen konnte ich immer noch nach draußen sehen. Das wurde nun interessant. Beim nächsten Halt stiegen wir aus um uns in ein anderes Ungeheuer zu begeben. Da ich ja ganz mutig bin, lief ich neben Herrchen durch das Maul ins Ding. Herrchen sagte irgendwas von 'Straßenbahn', was auch immer das bedeutet. Jedenfalls kamen wir so ganz schnell am Park beim Büro an. Na gut, dann nicht ganz so viel laufen - auch gut. Der Ball war noch da und so spielten wir erst einmal eine Runde.
So verflog auch dieser Arbeitstag. Mittags wieder die übliche Runde und am Abend ging es wieder mit der 'Straßenbahn' bis fast nach Hause, na ein wenig Bewegung muss ja auch sein und das tat auch ganz gut. Heute spielten wir auch zu Hause ein wenig, mit einem Strick Suchen und Zerren. Nach einer Pause besuchten wir dann wieder mal die Menschen in der Kneipe. Unterwegs begegneten uns ein paar Hunde, denen ich wieder ganz laut zugerufen habe. Die wollten aber nicht mitkommen. Richtig müde bin ich dann später in mein Körbchen gegangen und wollte dort am nächsten Tag gar nicht wieder raus.

Donnerstag, 27.10.
Irgend etwas ist heute früh schon wieder anders. Ok, mein Futter war da und ich bin anschließend wieder in mein Körbchen gegangen. Aber dann lief mein Herrchen mit mir im Kreis so dass wir wieder fast bei der Wohnung ankamen. Nein, das blöde Auto stand ja da. Ich mag doch kein Autofahren. Aber was das Herrchen will muss wohl gemacht werden. Er setzte mich einfach wieder hinten rein. Zum Glück ist der Weg ja nicht so weit. Vormittags vertrieb ich mir die Zeit mit Spielen und Dösen. Mittags wurde es dann interessant. Wir gingen durch den Park und da waren lauter kleine Häuschen aufgebaut, aus denen es teilweise richtig toll roch. Da sind ja gebratene Vögel - toll, ob ich auch einen bekomme? Herrchen gab mir wirklich ein wenig ab, das schmeckt vielleicht gut!
Nachmittags dann wieder Spielen, Dösen und Aufpassen. Am Abend nutzten wir wieder für einen Teil der Strecke die Straßenbahn, gigen spät noch zweimal nach draußen, warum macht das Herrchen bloß immer? Mir soll es recht sein, ich kann schnüffeln, mich umschauen und meine Toilette erledigen. Dabei überlegte ich ob ich wohl wieder in das körbchen darf. Als ich mich zur Schlafenszeit davor legte wurde ich sanft von Herrchen hineingehoben. Toll, ich darf!

Freitag, 28.10.
Dieser Tag lief wieder so ähnlich ab wie die anderen. Mein Futternapf war gefüllt und dann ging es schon loas auf Arbeit. Wieder mit der Straßenbahn. Diesmal mussten wir beim Umsteigen warten und ich konnte einen anderen Hund anbellen. Irgendwann am Vormittag wollten die mich bürsten, dabei ist mein Fell doch in Ordnung. Mittags ging es wieder an der Prisnitz lang und meinem Ball musste ich auch ganz oft nachjagen.
Am Abend führen wir wieder ein Stück mit der Straßenbahn. Das komische Ding keine ich allmählich, auch wenn mir das Geruckel und Geratter noch nicht so ganz geheuer ist. Auch sind manche Menschen darin sehr merkwürdig. Ständig reen sie mit sich selbst und halten dabei kleine Kästchen ans Ohr, manche haben ein Benehmen, na so hätten wir uns im Tierheim mal verhalten sollen und die Menschenwelpen schauen mich oft ganz groß an.
Dan liefen wir noch ein gutes Stück und ich konnte auf den Wiesen die Nachrichten der Nachbarn lesen. Es war nicht mehr weit und ich lief gerade ganz entspannt vorne weg als sich Herrchen auf einmal nach hinten fallen ließ. Was war dann nun los, das hatte er doch noch nie gemacht. Und dann fluchte er ganz laut, ich schaute ihn nur unverständlich an. Und dann begriff ich, dieser Zeibeiner ist an einer schrägen Gehwegplatte auf dem nassen und halb vertotteten Laub ausgerutscht. Mit vier Beinen wäre das nicht passiert. Hund, sah er dreckig aus.
Der restliche Abend war für mcih recht ruhig, Herrchen wusch erst einmal und ich döste vor mich hin. Ich weiss gar nicht mehr ob wir dann noch ein- ode zweimal um die Häuser gelaufen sind. Ich war jedenfalls bei Zeiten im Körbchen.

Samstag, 29.10.
An diesem Tag ging mein Mensch nicht auf Arbeit. Statt dessen machtenwir schon früh eine ganz große Runde. Danach mußte ich mich ausruhen und Herrchen begann zu ptzen und aufzuräumen. Und als wirf dann wieder ins Freie kamen, gingen wir erst wie am ersten Tag in Richtung dieser großen Brücke, bogen davor aber ab und waren auf eine riesen großen Wiese. Rechts konnte ich Autos sehen, nach links weit entfernt ein paar alte Häuser aber vor und hinter uns nur Wiese. Da liefen wir auf einem Pfad entlang, es kamen und ein paar menschen und auch einige Hunde entgegen. Mit Einem konnte ich mich kurz unterhalten, die Anderen machten einen großen Bogen um mich. Ich weiss nicht so recht warum.
Als wir an einer anderen Bürkce ankamen, liefen wir eine schmnale Strasse entlang und waren plötzlich wieder an der Straßenbahn. Da kam auch gerade eine und wir stiegen ein. Da hatten wir für den einen Weg so lange gebraucht und waren nun nach wenigen Minuten wieder zu Hause. Ich benam nun meinen Nachmittagssnak und auch Herrchen aß etwas. Danach legte er sich einfach hin und schien zu schlafen, das hatte ich bei den Mewnschen noch nie gesehen - am hellen Tag tief und fest schlafen, na, ich passte auf.
Als er dann endlich wieder wach war zog er sich seine jacke an, ein sicheres Zeicen, dass es nach draußen geht und wie immer war ich schon aufgeregt und lief im flur hin und her. Aber er nahm nicht meine Leine sondern wollte wohl, dass ich in das große Zimmer ging. Aber ich wollte doch mit! Doch die Tür war zu und ich hörte auch die Wohnungstür zuschlagen. Also warten. Nach einer Ewigkeit hörte ich den Schlüssel und die Tür gung auf. Ich war nicht mehr allein und freute mich wahnsinnig. Nun nahm Herrchen auch endlich die Leine und wir gingen &um dem Block&. Da gibt es schon einige Wege, die wir oft gehen und wo ich gute Schnüffelstellen gefunden habe.
Abends begann Herrchen in der Küche zu wirtschaften, ein eckliger Gestank nach Zwibeln und anderem Gemüse drang aus diesem kleinen Raum. Ich schaute ein paar mal vorbei aber es roch nie so richtig schmackhaft. Die Menschen essen aber auch Dinge wie dieses Grünzeug, nichts für mich. Und so ging schon wieder ein Tag vorbei.

Sonntag, 30.10.
Heute wurde ich früh wach und wollte raus. Erst mal raus aus dem Körbchen und etwas rumlaufen, viel geht ja nicht weil das Schlafzimmer von Herrchen nicht so groß ist und den meisten Platz dieses Bett einnimmet. Ahhh, Herrchen ist wach, also hin und die Hand ablecken. Huro, er steht auf. Die Menschen können ihr Fel aus- und wieder anziehen. Irgendwie unpraktisch, mein Fell macht da viel weniger Arbeit. Jedenfalls streifte er sich dann endlich sein Fell über und wir gingen raus. Ich konnte gerade mal eine Nachricht an die Anderen hinterlassen, da waren wir auch schon wieder zu Hause. Ach ja, Frühstück, fast vergessen. Dann ging es schon wieder los, aber nur bis zur Strassenbahnhaltestelle. Diesmal fuhren wir in eine andere Richtung und kamen an einer Stelle an, wo überhaupt kein Baum oder Gras war. Nur ein paar menschen und diese grossen, gelben Ungeneuer. In ein anderen stiegen wir dann ein. Es war keine Strassenbahn, sah aber innen so ähnlich aus. Herrchen meinte, dies wäre ein Bus und wir fahren nach Pillnitz. Dort angekommen gingen wir zu einem Haus und warteten kurz am Zaun davor. Auf einmal kamen aus dem Haus eer Peter vom ersten Tag und ein großer alter Hund. Der sah fast so aus wie ich nur eben viel größer. Wir diskutierten kurz aber heftig. Sie sage mir, dass es ihr Grundstück und der Peter ihr Mensch sei. Was soll ich sagen, die Menschen beruhigten uns und dann vertrugen wir uns sogar. Gemeinsam gingen wir nun an einer lagen Wiese spazieren. Sie heißt Cindy und nachdem wir uns noch etwas unterhielten und unsere grüche austauschten, dürfte ich sogar mit auf ihr Grundstück und sie hatte nichts dagegen. Dann sollte ich wieder in so ein Auto springen. Ich mag das doch nicht! Mit mir kann man es ja machen... Wir fuhren zu einem Ort mit Namen Pirna. Wo wir ankamen standen zwar auch ein paar Häuser, aber da war dieser breite Fluss wieder, auf dem ein paar kleinere und größere Häuser schwammen Über eine lange Treppe kamen wir nach untern zum Wasser. Vorn dort über ein langes Gitter brett zu einer hölzernen Insel und gleich in eines dieser scwimmenden Häuser (http://www.ms-rueckenschwimmer.de). Innen sah es fast wie einem größen Zimmer aus. Aber es schaukelte komisch. Immer dann wenn draußen so ein anderes schwimmendes Haus vorbei kam, schaukelte das ganze Zimmer. Ich legte mich lieber hin. Die Menschen quasselten und gaben ab und zu komische Laute von sich. Dann hatten sie auf einmal gut riechendes Essen auf dem Tisch. Ich durfte davon sogar kosten, hätte ruhig etwas mehr sein können!
Zurück gin es erst mit dem Auto, dann liefen wir und dann ein Stück mit der Bahn.
Ich bin nun schon eine Woche bei Herrchen.

Montag, 31.10.
Heute Nacht ging es mir gar nicht gut. Sollte dies an dem kleinen Happen von Herrchens Essen liegen? Ich habe Bauchweh! Herrchen stan in der Nach zweimal auf und ging mit mir nach draußen. Es ging mir dann auch etwas besser. Zum Frühstück gab mir Herrchen ziemlich wenig. Geschmeckt hat es trotzdem. Und dann ging es auf Arbeit. Ein Stück mit der Bahn und dann zu Fuß. Es waren auch wenig Menschen unterwegs (Feiertag in Sachsen). Und auf Arbeit waren wir allein. Herrchen begann wieder auf diesen eckigen Kasten zu starren und auf dem Brett herum zu tippen. So richtig viel Lust schien er aber nicht zu haben. Ich passte auf, also hinlegen und mit halb offenen Augen munter bleiben. Nach Hause sind wir dann einen anderen Weg gelaufen und kamen kurz vor der neuen Brücke an. Dort stiegen wir in ein anderes großes gelbes Monster. Ich fuhr also das erste Mal in meinem Leben Bus. Ist auch nicht viel anders wie Straßenbahn. Aber wir fuhren nur 2 Stationen, also nur über die Brücke.
Dass die Menschen manchmal merkwürdig sind habe ich ja schon erwähnt. Herrchen sagt ab und zu zu mir seltsame Laute „Sitz“ und drückt mir den hintern ruter so dass ich mich hinsetze. Versteh ich nicht??? Na, irgendwann wird mir das wohl jemand erklären...
Der Rest vom Tag verlief wie immer, nichts Besonderes mehr.

Dienstag, 01.11.
Heute war wieder ein normaler Arbeitstag. Aufstehen, frühstücken, auf Arbeit laufen und zum Glück den Ball wieder gefunden. Spielen, Aufpassen und ein paar Mail nach draußen. Es ist naß-kalt. Wird Zeit, dass mein Fell dichter wird.
Und dann sagt mir Herrchen, dass ich in wenigen Tagen zur Schule komme. Habe ich nicht schon genug zu tun? Was soll das denn wieder? Jeden Tag etwas Neues.
Abends geht’s dann wieder zu diesem Auto. Bisher tat ich ja so, als wenn ich nicht wüsste wie Hund einsteigt, das habe ich nun vor lauter Aufregung vergessen und springe rein. Mist! Jetzt muss ich das wohl immer so tun. Dann laufen wir noch ein Stück und spät am Abend gehen wir wieder in diese Kneipe mit der Fußbodenheizung. Auf dem Rückweg regnet es. Dann bloß schnell in mein Körbchen – Gute Nacht!

Mittwoch, 02.11.
Heute sind wir schon sehr zeitig unterwegs. Herrchen hat einen Termin und nach unserer Runde und etwas Futter fahren wir eine kurze Strecke und dann lassen die mich im Auto einige Zeit allein. Ich mache es mir auf dem Teppich und der Decke bequem und schlafe ein wenig. Als wir dann endlich auf Arbeit ankommen und ich mein morgendliches Spielpensum mit dem Ball absolviert hatte, schaute ich mich im Büro von Herrchen um. Da stand doch tatsächlich ein Körbchen ähnlich wie zu Hause. Gehört das auch mir? Na, mal reinlegen und schauen ob jemand kommt und schimpft. Nee, keiner schimpft. Bequem ist dies auch noch. Bei der Mittagsrunde werde ich wieder nass. Es regnet, ist eben Herbst. Heute Abend soll es noch in eine andere Stadt gehen, vielleicht – ich berichte später davon. Erst einmal etwas Herrumtoben um trocken zu werden und Spielen.
Am abend fahren wir wirklich eine längere Strecke. Dort gehen wir dann in ein mir unbekanntes Haus – Vorsicht – mehrere Treppen och und ich werde in einer Wohnung mit leisem Kläffen begrüßt. Ein wenig Neugierig bin ich ja schon. Herrchen macht eine Tür auf und ein so ganz kleines Hundchen kommt mir entgegen. Oh, Madame bildet sich etwas auf ihre Abstammung ein. Nicht über den Bordstein schauen können, aber die Nase in die Luft strecken.... Wir vertragen uns trotzdem, ist ja ihr Heim, da muss ich mich wohl benehmen.
Die Menschen reden und reden. Ich schau mich inzwischen ein wenig um. Nach einiger Zeit geht es endlich wieder los. Als wir zu Hause ankamen liefen wir erst mal unsere Runde. Dann gabs das übliche Abendprogramm.

Donnerstag, 03.11.
Ach habe ich gut geschlafen, Guten Morgen.
Es scheint wieder ein aufregender Tag zu werden. Nach dem Frühstück und unserer Runde ging es nicht auf Arbeit sondern wir fuhren an die Elbwiesen, kurz vor dieser Eisenbrücke, die wohl „Blaues Wunder“ genannt wird, sieht gar nicht blau oder wunderlich aus.
Jedenfalls standen wir an einem großen Tor und dahinter begrüßte mic ein Hund. Viele Andere waren ein ganzes Stück weg hinter einem Zaun. Das kann ja spannend werden. Dann kam eine Frau und die Menschen erzählten wieder, was die nur immer so quasseln müssen? Dann machten wir ein paar tolle Spiele: Herrchen rief mich, es gab was zu Naschen, er sagte etwas wie „Sitz“und drückte leicht auf meinen Hintern, na gut setze ich mich mal hin. Herrchen war Glücklich und ich konnte schon wieder naschen. Das ging so eine ganze Weile. Wir liefen da hin und her und ich rief ab und zu zu den anderen Hunden „Macht mit“ aber die kamen wohl nicht durch den Zaun. Und dann haben die Menschen mich von der Leine abgemacht und ich gleich zu den anderen hin und erzählt und gelaufen. Endlich konnte ich mal zeigen wie schnell ich sein kann. Prima! Dann kam das Beste: ich durfte zu den anderen Hunden. Na gut, ich war erst mal etwas schüchtern. Da sind auch echt große Artgenossen gewesen. Die eine Dame hätte man auch als Pony durchgehen lassen können. Riesig, viel Fell und wohl etwas Übergewicht. Nun ja, jedenfalls pielte ich dann mit einigen Haschen. Das hat richtig viel Spaß gemacht. Leider mussten wir dann irgendwann wieder los. Herrchen hat mir aber versprochen, dass wir schon bald wieder hier sind.
Am Nachmittag durfte ich dann mit Herrchen zu einem Besucher. Ich darf also schon richtig mitarbeiten.
Eigentlich war sonst alles wie an den anderen Tagen, nur dass Herrchen nun immer wieder dieses „Sitz“ zu mir sagte und ich mich hinsetzen sollte.
Ach ja, Abends wurde mein Mensch mal ärgerlich, jedefalls wurde seine Stimme so komisch laut. Er hatte Futter auf den Tisch gelegt und ich dachte, ich probiere mal es zu holen. Irgend etwas war daran wohl falsch. Herrchen aß alles allein, richtig gemein, das hat so gut gerochen.

Freitag, 04.11.
Heute ging es schon wieder früh raus, aber nach der Morgenrunde durfte ich noch mal ins Körbchen und konnte etwas schlafen. Als Herrchen dann wieder da war, gab es erst Frühstück und wir fürhen wieder mit der Straßenbahn auf Arbeit. An der einen Haltestelle war noch ein anderer Hund aber als ich diesen begrüßte wolle Herrchen schon wieder das ich nicht so laut rufe. Und dann wieder das Spiel: „Komm Traudel“ - „Sitz“ und richtig glücklich war herrchen als ich mich mal sofort hinsetzte.
Beim Mittagsspaziergang (dar das Wort „Spaziergang“ in Dresden noch verwendet werden?) trafen wir auf ein anders Hundekind und wir durften kurz miteinander spielen. Wir rauften ein wenig. Toll! Als wir unserer Wege gingen rief ich noch ein paar Grüße hinterher.
Der Rest des Tages verlief gewoht, Spielen, Dösen, Laufen und Schlafen. Morgen wird es bestimmt auch wieder aufregend. Bis dann.

Samstag, 05.11.
Wie jeden Tag machten wir nach dem Frühstück unsere erste Runde um den Block. Anschließend ging es nicht auf Arbeit, na das bin ich ja schon gewohnt. Herrchen machte sich in der Küche zu schaffen, ich hörte es klappern und Wasser lief und so beschloss ich noch ein wenig mein Körbchen aufzusuchen. Als er mich dann rief und mich anzog wusste ich, dass es endlich los ging. Und wir gingen, an vielen Häusern vorbei, über Plätze und viele Straßen. Moment, hier waren wir schon mal, allerdings sind wir hierher mit der Bahn gefahren, aber es ging noch weiter. Ah, wieder dieses "Blaue Wunder" und viele kreischende Menschenwelpen dahinten. Überall ganz viel zu sehen und zu entdecken. Doch dann blieben wir stehen und stiegen schließlich doch in das große gelbe Monster und führen nach Pillnitz. Dort direkt in ein Auto von diesem Peter. Na gut, wir fahren wieder nach Pirna. Wieder zu der Frau mit diesem kleinen, dicken "adligen" Hund. Diesmal durfte ich ohne Leine in deren Wohnung umherlaufen. Dieser kleine Hund ist frech. Egal, einfach ignorieren. Die Menschen erzählen und essen. Da bemerke ich doch, dass so etwas wie Schafsfelle auf dem Boden liegen. Toll, mal sehen ob man die auseinander nehmen kann. Ja, lauter Wollfetzen! Das macht Spaß. Schmecken tun die nicht gerade aber das rausrei0en ist toll. Oh, scheint Herrchen nicht zu gefallen, mal abwarten...
Alles in Ordnung, sie essenweiter und ich tue so, als wenn ich döse. Schnell noch ein paar Fetzen herauszupfen. Herrchen hat es gemerkt und geschimpft. Na dann eben nicht.
Endlich ging es dann wieder los. Wir fuhren bis Pillnitz und von da lief Herrchen mit mir ne gaz schöne Strecke bis es zu regnen begann. Da nahmen wir doch einen Bus und die Bahn. Aber lange waren wir nicht zu Hause, ich war noch nicht mal trocken da ging es schon wieder los und das in die gleiche Richtung. Nur nicht über die Brücke sondern auf die Elbwiesen. Nach einem kurzen Marsch waren wir wieder bei dieser Schule und standen im Regen auf der Wiese ziemlich dumm rum. Ich hörte und roch ander4e Hunde und rief ihnen laut zu. Kam aber erst mal keiner. Also weiter rufen. Meine Bemühungen hatten Erfolg. Es kamen immer mehr Artgenossen und deren Menschen und stellten sich zu Herrchen. Wir begrüßten uns und unterhielten uns ein wenig. Auf einmal ging eine Tür auf und lauter Hundekinder kamen raus und anschließend gingen wir rein. Es war kalt und regnete noch stärker. Aber ich wurde von der Leine befreit und auch die anderen liefen frei und wir begannen rum zu toben. Die zwei großen Jungs mag ich nicht, sind aber noch viele andere da. Wir spielen Haschen. Dabei vergesse ich sogar den Regen und den Matsch unter meinen Pfoten. Langsam wird es dunkel, ist Herrchen noch da? Ja und er gibt mir sogar etwas zu Naschen. Sofort stürzt sich so ein Kleiner auf ihn und bettelt. Muss er selbst damit zurecht kommen. Tolle Pfotenabdrücke auf der Hose! Hoffentlich nimmt uns die Straßenbahn nachher noch mit, so schmutzig wie der aussieht.
Was? Das war eine Stunde? Ein wenig außer Atem bin ich ja und der Regen. Na gut, dann gehen wir eben nach Hause. 10 Minuten später hörte der Regen auf. Zu Hause angekommen muss ich zuerst in die Wanne. So schlecht ist das warme Wasser gar nicht. Anschließend ein wenig Herumtoben und dann ein kurzes Schläfchen. Herrchen wuselt sowieso noch herum. Seine Sachen stopft er gleich in einen großen weißen Kasten und sich selbst dann in die Wanne. Komische Art sein Fell wieder sauber zu bekommen.
Später passiert nicht mehr viel. Wir gehen noch mal raus aber ansonsten bin ich irgendwie müde.

Sonntag, 06.11.
Heute haben wir richtig lange ausgeschlafen und auch ansonsten nicht viel getan. Mehrere große Runden und viel Dösen und Schlafen. War gestern doch recht anstrengend. Zwischendurch wird immer mal dieses „Sitz“ und „komm her“ geübt. Nun ja, es gibt immer etwas zu naschen.

Montag, 07.11. Heute ging es sehr zeitig raus. Es war noch gar nicht richtig hell draußen und wir waren schon auf Arbeit. Hier konnte ich nun noch etwas schlafen. Aber nach ein paar Stunden ging es schon wieder los. Aber wir fuhren zu Hause vorbei und liefen dann zum Hundeplatz. Es regnet schon wieder. Diesmal geht’s zum Haupttor und wieder ist Warten angesagt. Und dann wird es heftig. Fast eine Stunde komische Ansagen: „Fuß“, „Halt“, „Sitz“, dabei sind doch da hinten die anderen Hunde mit denen ich spielen könnte. Dann darf ich endlich mal rennen. Ach ist das schön, der ganze Platz für mich und es regnet auch nicht mehr. Herrchen und ich werden dann von seinem Kollegen abgeholt und es geht wieder in die Firma. Der restliche Tag lief dann wie gewohnt. Mein Bauch macht mir noch Probleme, da grummelt es ab und zu ganz schön.


Dienstag, 08.11.
Der Tag begann wie ein normaler Arbeitstag. Erst am Nachmittag wurde es interessant. Wir fuhren mit dem Auto nach Wachwitz, ein alter Stadtteil an der Elbe. Aber dann gab es einen großen Schreck: Tierarzt! Ich wollte da nicht rein gehen. Aber diesmal war es nicht schlimm. Nun weiss ich, dass ich 15,8 kg wiege. Die Ärztin hat mich abgetastet und angeschaut und hat dann anweisungen gegeben. Nun bekomme ich ein besonderes Futter und Morgens und Abends ein Stück Leberwurst. Davon soll es dann meinem Bauch bald wieder besser gehen. Und bevor wir gingen, gab's auch noch etwas zu Naschen, Da können wir wieder hin.
An der Elbe sind wir dann nach Hause gelaufen. Da waren große abgesteckte Wiesen auf denen so richtig große Tiere standen, die waren mir nicht geheuer. Herrchen meinte, dass man darauf reiten könne, nee ohne mich, laufen kann ich selbst.
Das letzte Stück fuhren wir mit der Bahn. Beim Einsteigen kam ein Mensch mit einen großen Koffer mit Rollen vorbei, das hat Krach gemacht und das wollte ich mal sagen. Herrchen wollte, dass ich leise bin, nur weil alle anderen Menschen komisch zu uns sahen.
Spät am Abend waren wir dann noch krz in der Kneipe, ich wurde wieder bewundert und bekam einen Keks.


Mittwoch, Donnerstag, Freitag 09.11.-11.11.
Es waren wirklich mal ganz normale Arbeitstage. Auf der Morgenrunde begann Herrchen mit diesen „Fuß“ und „Halt“ Worten. Ich soll ordentlich neben ihm laufen. Aber es gibt doch so viel zu sehen und viel interessantere Sachen. Vielleicht wird er das ja irgendwann lernen.
Das Spezialfutter schmeckt übrigens gar nicht so schlecht. Aber was die Leberwurst soll? Ist auf jeden Fall lecker! Es wird von Tag zu Tag kälter, gab es da nicht auch dieses weiße Pulver? Na mal abwarten.


Samstag + Sonntag, 12/13.11.
Wochenende scheint bei Herrchen zu heißen, dass er lange im Bett liegen will. Nee, nicht mit mir! Ihr hättet mal sehen sollen wie schnell er aufgestndenwar nur weil ich mich verschluckt hatte und ein paar Würgegeräusche ertönten!
Am Wochenende sind die Spaziergänge immer länger und meist findet auch ein ganz großer statt. Wir waren an der Elbe. Wieder ganz viele Fahrräder und Menschen die sich auf Bretter mit Rollen stellen. So etwas kann man doch jagen? Ich darf immer nicht. Und dann war Herrchen noch bei Bekannten und dort haben mich zwei kleine Mädchen ganz lange gestreichelt. Die fanden das wohl irgendwie toll. Gefällt mir ja auch. Und ich wurde wieder bewundert, ich wäre hübsch und artig und meine Ohren wären besonders. Einige machen sich deshalb aber auch lustig, mein Vater müsse eine Fledermaus gewesen sein und so. Das überhöre ich dann ganz bewusst.


Montag 14.11.
Das war noch gar nicht hell und ich musste schon raus und es ging mit der Bahn auf Arbeit. Im Park zwischen Straßenbahn und Arbeitsstelle traf ich gleich mehrere Hunde, das war eine Aufregung am Morgen.
Im Büro verschwand ich gleich in mein Körbchen und musste den restlichen Schlaf nachholen. Aber dann ging es schon wieder los. Wieder zur Straßenbahn Richtung zu Hause aber wie schon letzte Woche daran vorbei und dann auch wieder zu den Elbwiesen. Dan begriff ich endlich, es geht wieder in die Schule. Diesmal durfte ich gleich am Anfang etwas toben und rennen. Enbdlich!
Dann begann wider dieses „Fuß“ - „Halt“ „Sitz“ - Spiel. Wenn es da nicht immer so leckeres Zeug zu naschen gäbe... Warum Herrchen das üben muss ist mir schleierhaft aber wenns ihm Spaß macht. Dann kamen noch ein paar andere Hunde und ich durfte mit ihnen spielen. Beim Wettlauf war ich die Schnellste.
Dann kam wieder dieses langweilige „Fuß“ - „Sitz“ - Spiel. Naja, ich machte mit und alle waren glücklich. Auf dem Rückweg zur Straßenbahn lief ich neben einer großen Hündin und wir haben ein wenig Smalltalk gemacht. Im Büro gab es dann endlich wieder etwas zu futtern. Das Rennen ist schon anstrengend.
Abends war ich aber wieder fitt und konnte ordentlich an der Leine ziehen. Am späten Abend besuchen wir dann noch die Leute in der Kneipe. Die freuen sich immer wenn ich komme.


Dienstag 15.11.
Heute war eigentlich nicht viel los. Wir fuhren mal mit dem Auto ins Büro aber Herrchen stieg einfach zwischendurch aus. Ich muss zugeben, dass ich etwas verwirrt war, der kann mich doch nicht einfach allein lassen. Aber nach ein paar Stunden kam er dann auch auf Arbeit. Letzte Woche war ich beim Arzt und heute war es Herrchen. So richtig Glücklich sah er nicht aus – muss wohl auch Spezialfutter bekommen.
Es nieselt und regnet leicht. Selbst für mich unangenehm. Da jagt man doch keinen Hund vor die Tür.! Wohl aus diesem Grund fing Herrchen am späten Nachmittag mit den „Fuß“ - „Sitz“ Hausaufgaben auf dem Flur im Büro an. Die Häppchen sind aber auch lecker.
Am Abend fuhren wir mit dem Auto bis über die Brücke, dann wollten wir laufen. Mit Herrchens Kollegen standen wir neben einem großen flachen Gebäude. Auf einmal zischte es neben mir. Ich gleich einen Satz zur Seite und erst mal Bellen. Herrchen lachte – gemein. Da war einfach so eine riesige durchsichtige Wand zur Seite geglitten. Und plötzlich ging sie wieder zu, wie von Geisterhand. Die Menschen haben komische Tore. Ich schaute mir das eine Weile an, Ok scheint nicht gefährlich zu sein. In der Straßenbahn ist ja etwas Ähnliches. Das war ein Schreck!
Wir liefen dann noch eine ganze Weile und später war Herrchen in der Küche zu gange. Das roch vielleicht lecker, er gab mir aber nichts ab.


Mittwoch 16.11.
Warum hat Herrchen eigentlich keinen geregelten Tagesablauf. Er geht schon wieder nicht auf Arbeit, hoffentlich gibt’s trotzdem genug zu Essen! (Feiertag in Sachsen)
Statt dessen geht’s wider mit dem Auto nach Pirna. Die haben aber eine ganze Menge Tüten eingepackt aber alles viel zu gut. Ich bekomme nicht raus was drin ist.
In Pirna laden sie die Tüten und Taschen aus – was ich soll im Auto bleiben? Nein, nein! Ich schaffe es raus zu springen aber Herrchen hat mich und ich muss wirklich wider rein. Ich bin ärgerlich!
Nach kurzer Zeit kommt er und holt mich. Wir gehen wieder auf das Schiff. Da waren schon ein paar andere Menschen, einige kenne ich bereits – das gibt wieder viel Streicheleinheiten.
Um zu diesem Schiff zu kommen, muss Hund über eine Eisenbrücke mit Gitterboden. Da sieht Hund unter sich das Wasser und die Gitter drücken an den Pfoten. Da ist schon etwas Mut und Geschick erforderolich. Und sie wackelt auch noch, jedenfalls wenn Herrchen drüber läuft. Die Menschen haben ja so komische Lederdinger an den Hinterpfoten, die merken das Gitter sicherlich nicht. Wir liefen an diesem Tag ein paar mal über diese Brücke. Herrchen wollte mir unbedingt eine nahe gelegene Wiese zeigen. Viel zu schnüffeln!
Um Herrchen zu zeigen, dass ich das Auto nicht mag wollte ich dann nicht mehr rein. Nun, der Mensch ist stärker wie ich und plätzlich fand ich mich dann doch im Auto wieder und es ging nach Hause.


Donnerstag / Freitag 17./18.11.
Zwei ganz normale Tage. Herrchen scheint es Spaß zu machen wenn ich mich hinsetze. Andauernd „Sitz“ und „Fuß“, es nervt langsam. Freitag Abend hat er dann mal mit mir geschimpft. Da waren aber auch wieder so viele Fahrräder zum Jagen. Na gut, ich tat ihm den Gefallen und lief kurz gaz ruhig neben ihm. Aber nur ein paar Meter, bloß nicht übertreiben!
Ansonsten ga es nichts Besonderes an diesen Taen.


Samstag 19.11.
Heute ging es auch auf Arbeit, also erst mal der gleiche Trott. Nur Herrchens Kollegen waren nicht da. Das Flurlicht war aus und es war sehr, sehr still im büro. Na, da kann ich auch schlafen.
Bereits am Nachmittag mache Herrchen alles zu und wir liefen zur Straßenbahn. Es beginnt zu regnen, toll.
Diesmal fahren wir wieder weiter bis zur Haltestelle „Blasewitz Schillerplatz“. Hier waren wir schon oft. Es sind immer viele Menschen und manchmal auch Hunde da. Dann über die Straße in Richtung Elbe. Von dort auch zum Hundeplatz. Ich kann sie schon hören und richen. Schnell hin, zerren, ziehen, bellen....
Dann heißt es wieder warten und wir laufen ziellos über die Wiesen. Endlich geht die Hundespielstunde los. Lahme Truppe heute, die muss ich erst wach rütteln und dann toben wir doch los. Den Regen merke ich kaum und ab und zu schau ich mal nach ob Herrchen noch da ist. Warum toben die Menschen eigentlich nicht mit? Stehen nur rum und quasseln. So ein Kleiner springt gerade Herrchen an, der sieht wieder aus, Schlamm von oben bis unten.
Kurz nach der Spielstunde hört der Regen auf. Es ist dunkel und wir fahren nach Hause.
Da war doch was?- Wanne, duschen iii. Schon in Ordnung, das Wasser ist warm und ich habe mein eigenes Shampoo. Nun aber ausruhen!
An dem Fell, das sich die Menschen in die Wohnung legen, kann Hund sich prima trocknen.
Abend noch mal raus aber das kennt ihr ja.


Sonntag 20.11.
Heute machen wir mal einen auf faul! Lange schlafen dann raus und wider schlafen. Das wechselt sich so den ganzen Tag ab. Zwischendurch natürlich fressen und ein wenig Spielen.


Montag 21.11.
Heute Nacht ging es mir gar nicht gut. Es rumorte in meinem Bauch. Wir gingen dann auch ganz lange tief in der nacht nach draußen und liefen alle möglichen Wege ab. Ich war ja auch munter, hatte ja den ganzen Tag gedöst. Am Morgen hat Herrchen dann verschlafen. Er wollte ja ganz früh ins Büro aber das klappte nun nicht. So machten wir uns auf den Weg zur Hundeschule. Auf den Elbwiesen begegnen uns da immer andere Hunde, die ich natürlich alle begrüße.
Und dann ging es wieder los. Erst einmal rumrennen und dann wieder „uß“ und „halt“, immer hi und her und dann um so komische Kegel. Herrchen stellte ich ganz gut an. Er fand den Weg und ich mußte selten helfen.
Die Zeit verging wie im Fluge, die Stunde war schon wieder vorbei und mit einem Zwischenstop in der Wohnung führen wir ins Büro. Abends gingen wir wieder mal in die Kneipe. Da sind merkwürdige Typen, die trinken ganz viel und dann reden die nur wirres Zeug. Selbst Herrchen hat schon mal komisch geredet. Bloß gut, dass ich nicht alles verstehe.


Dienstag / Mittwoch 22./23.11.
Ein paar genz normale Tage. Meinem Bauch geht es wieder besser. Es muss wohl an diesem Dosenfutter liegen. Schmecken tut es ja recht gut aber wenn ich davon Bauchweh bekomme...

Ab heute werde ich nur noch sporadisch etwas schreiben. Ich denke der Alltag hat einzug gehalten. Ich melde mich aber ab und zu wieder!


Freitag 23.12.
Wie schnell vergeht denn die Zeit? Ein Monat vorbei? Und was war das für eine Zeit... Hundeschule, Spielstunde. Mehfach in Restaurants gewesen, mit einen Fahrstuhl gefahren (komische Einrichtung) Und leider auch ein paar mal beim Tierarzt. Nun haben die endlich festgestellt, dass ich Würmaer haben soll und es reicht wohl eine kleine Tablette.
Herrchen hat sich nur für mich ein kleines Fahrrad besort. Er denkt wohl ich jage dann keine anderen Fahrräder mehr – ha ha – wau wau.
Bei der Schule wollen die nun immer mehr von mir. Jeden Montag und das Schlimmste: Herrchen will bei jedem Spaziergang das ich „Fuß“ gehe. Zum Glück nicht die ganze Zeit und wenn Radfahrer oder andere Hunde kommen muss ich natürlich dort hin. Da gibt es schon mal Streit mit Herrchen.
So richtig toll finde ich die Hundespielstunde. Leider ist die nun erst wieder im nächsten Jahr.

Dienstag 27.12.
Das waren vielleicht komische Tage. Wir waren bei allen möglichen Leuten zum Essen und Kaffee trinken, waren viel Spazieren und dann gab es auch noch viele neue Sachen und Geschenke: 2 neue Geschirre (Halsbänder hab ich ja schon 3), 3 Bälle, Naschzeug und einen riesen Futternapf Den einen Knochen habe ich mir über mehrere Tage eingeteilt.
Heute sind wir kurz auf Arbeit vorbei gelaufen – mal nach dem Rechten sehen. Kaltes Regenwetter – wir sind „begeistert“.


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